Gegen Armut und Gewalt – für Bildung und eine saubere Umwelt

Der Kinderschutzbund tritt für die Kinderrechte [Kinderrechte der Vereinten Nationen: PDF zum Herunterladen] ein – in ganz Deutschland. Wir wollen, dass Kinder in sozialer Sicherheit aufwachsen und überall dieselben Bildungschancen haben. Unser Ziel ist eine kinderfreundliche Gesellschaft, die die geistige, seelische, soziale und körperliche Entwicklung ihrer Kinder und Jugendlichen fördert. Dazu gehört insbesondere ein kompetenter Umgang mit Kommunikations- und Informationsmedien. Wie möchten, dass Kinder und Jugendliche an allen Entscheidungen, die sie betreffen, ihren Möglichkeiten entsprechend beteiligt werden.

Aus unserer täglichen Arbeit wissen wir, dass die Kinderrechte, die von der UN schon 1989 beschlossen und 1992 auch in Deutschland gebilligt wurden, häufig noch nicht umgesetzt werden. Das gilt insofern auch für das Recht, ohne Gewalt aufzuwachsen, als dass Eltern trotz bester Vorsätze, immer noch Gewalt als Erziehungsmittel einsetzen. Damit hier eine Bewusstseinsänderung eintrifft, setzen wir uns in unserer Region (Neustadt - Bad Dürkheim) ein.

Millionen Kinder leben in Armut. Deshalb ist die Verbesserung der materiellen Lebensbedingungen von Kindern und Familien eines unserer wesentlichen Anliegen. Wir fordern aber auch, dass Kinder und Jugendliche in einer gesunden, unbelasteten Umwelt aufwachsen können. Durch vielfältige praktische Angebote gestalten wir eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder mit. Dabei beziehen wir Kinder und Familien ein.

Wir wollen starke, selbstbewusste Kinder. Deshalb unterstützen wir Eltern in ihrer Erziehungskompetenz und in ihrem Alltag, z.B. durch Beratung und praktische Entlastung. Wir unterstützen, entlasten und fördern Kinder und ihre Familien, bevor sie in Krisen geraten, wir entwickeln und sichern fachliche Qualität. Die besondere Stärke unseres Verbandes resultiert aus dem freiwilligen Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger. In unseren Projekten und Einrichtungen arbeiten nicht bezahlte und bezahlte Kräfte eng zusammen. Wir sind demokratisch organisiert und tragen alle Beschlüsse gemeinsam.

Das sind unsere Prinzipien helfenden Handelns:

  1. Alle Entlastungs-, Unterstützungs-, Hilfs- und Beratungsangebote sind dienstleistungsorientiert, d.h. das Interesse des Hilfesuchenden steht im Mittelpunkt.
  2. Handlungsleitend ist das Prinzip „im besten Interesse des Kindes“.
  3. Bei allen Angeboten des DKSB gibt es klar definierte Mitwirkungs- und Mitgestaltungsmöglichkeiten für alle Kinder, Jugendliche und ihre Eltern, die dieses Angebot nutzen.
  4. Alle Dienstleistungen des DKSB zielen darauf ab, Menschen zu ermutigen, ihr Leben und ihre Lebensumwelt aktiv zu gestalten. Sie beziehen sich auf die Ressourcen der Menschen, nicht auf deren Defizite.
  5. Sie bestrafen nicht, entmündigen nicht, kontrollieren oder stigmatisieren nicht und fördern keine Abhängigkeit.
  6. Der DKSB achtet die Gleichheit aller Menschen. Er wendet sich aktiv gegen jede Form von Diskriminierung
  7. Die Angebote und die Organisation aller Dienstleitungen des DKSB sind in ihrer Struktur klar erkennbar und durchschaubar. Sie werden durch aktive Öffentlichkeitsarbeit der Bevölkerung bekannt gemacht.
  8. Alle Angebote des DKSB sind nicht als isolierte Aktivitäten, sondern als Elemente eines Verbunds von Hilfen zu betrachten. Die Kooperation mit anderen Institutionen im sozialen, pädagogischen, gesundheitlichen und freizeitorientierten Bereich wird aktiv gesucht.
  9. Die Inanspruchnahme aller Dienstleistungen des DKSB ist freiwillig. Der Wunsch nach Vertraulichkeit wird respektiert und Vertrauensschutz geboten. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen findet nur in Absprache mit den Hilfesuchenden statt.
  10. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DKSB sind zur Verschwiegenheit verpflichtet.
  11. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DKSB verpflichten sich, ihre Arbeit zu reflektieren und sich ständig fortzubilden.
  12. Hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begegnen sich auf Augenhöhe

Aus: „Prinzipien des helfenden Handelns“ von 1983, aktualisiert 1996, überarbeitet 2011